Ich habe ein Problem. Ich - Rechtsanwalt - erhalte regelmäßig Geld von Leuten, die nicht meine Mandanten sind. Z.B. wenn die Gegenseite ihre Schulden zahlt. Ein separates Ander- oder Fremdgeldkonto klappt nicht. Das ist denen nicht beizubringen.
Wie kann ich denn dieses Geld und den Abgang dann zu meinem jeweiligen Auftraggeber verbuchen ? Belege gibt es dazu logischerweise nicht, lediglich Eingänge auf dem Konto, wenn ich zur Zahlung von Fremdgeldern auffordere.
Kann mir jemand helfen ? Es wäre wichtig, dass das nicht als Gewinn/Einnahme erscheint, da es ja gar nicht mein Geld ist.
[1] Jetzt mal ganz unabhängig von evtl. standesrechtlichen Pflichten oder Gepflogenheiten. Wenn ich als Nicht-RA versuche, mich in die beschriebene Situation hineinzuversetzen, würde ich auf alle Fälle trotzdem mit zwei versch. Bankkonten arbeiten. Und wenn die zahlende Gegenseite nun das reguläre Konto benutzt, würde ich es von da weiter überweisen. Um für mich klar zu haben: Die Töpfe sind getrennt. Und die dabei entstehenden zusätzlichen Bankgebühren sind halt Allgemeinkosten, die durch die Struktur Deiner Arbeit, Deines Berufes entstehen.
btw: Da Du ja explizit zur Zahlung aufforderst, wie Du schreibst, wieso gibt es da ein Problem mit einem Zielkonto?
[2] Belege: gibt es immer, muß es immer geben. In Deinem Fall halt "Fremdgeld aus X ./. Y" (oder was auch immer) als Eigenbeleg.
[3] Bei ECuT: Wenn diese Gelder nicht als Gewinn/Einnahmen dem FA gegenüber auftauschen sollen, würde ich ein Konto "Fremdgeld" einrichten, dort Eingänge normal und Ausgänge mit vorgestelltem Minus (geht bei ECuT) buchen. Das sorgt erstmal dafür, daß Du den Geldfluß belegen kannst. Und bei der (ja nötigen) Zuordnung der Konten zu den Konten des EUeR-Formulars dieses Fremdgeldkonto einfach nicht berücksichtigen. Dem FA gegenüber taucht es also erstmal gar nicht auf.
[4] Ob das eine steuerlich korrekte Behandlung solcher Gelder ist, weiß ich natürlich nicht.
[5] Aus reiner Neugier: Gibt es bei der RA-Kammer nicht irgendeine Infostelle für solche Fremdgeld-Probleme? Ich hätte zwar nicht gedacht, daß daraus Probleme entstehen können, aber wenn, dann wirst Du doch sicherlich nicht der einzige sein, der sich damit rumschlagen muß.
Bearbeitet von robert wiegner am 18.05.2006 12:50:29
Dringend anzuraten ist dir ein neues Privatkonto, wenn sich deine Mandanten schon nicht umgewöhnen wollen.
In Ergänzung zu Robert würde ich jedoch mit EasyCash & Tax eine zweite Datenbank einrichten, die dann eben nur zur Verwaltung dieser Fremdgelder dient. Diese könnte man sogar in den Kontenbezeichnungen Mandantenbezogen führen.
Quasi als Kassenbuch. Was mich auf die Idee bringt, das hier vielleicht das PlugIn "Kassenbuch2" deine Probleme auch lösen könnte.
Bearbeitet von Thomas R am 18.05.2006 16:10:42
Mit besten Grüßen vom Ammersee
Thomas
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mielket
11.06.2026 19:55:06
Ich habe auch schon mit Flatpac experimentiert. Sieht vielversprechend aus...
mielket
09.06.2026 12:32:34
@dschuhmann EC&T ist speziell angepasst, um mit Wine problemlos zu laufen, insofern: ja, ist was dran.
dschuhmann
06.06.2026 23:07:23
Elster zeigt auf der Softwareseite für Linux auch Easy cash & tax an. Ist da was dran?
mielket
03.06.2026 11:38:55
Würde mich interessieren: Sind hier sonst noch Hardcore- Alphatester unterwegs, die die v4 nicht nur installiert haben, um sich nur mal anzuschauen wie es aussieht?
mielket
03.06.2026 11:33:38
v4.0.8 patch: Dauerbuchungen ausführen stürzte ab und Zugriff auf bestimmte Einstellungen von Plugins aus war nicht möglich. Damit habe ich eben die USt.-Voranmeldung für das 1. Quartal übertragen.
mielket
02.06.2026 14:10:10
v4.0.7 patch: Anfangssaldo und Filtern bei WPF-Bestandskonten -Journal sowie ein Out-Of-Memory Crash repariert.
mielket
29.05.2026 16:30:06
v4.0.6 patch verfügbar; u.a. funktioniert das CSV-Import-Plugin jetzt mit der v4. Viele andere Bugs sind gefixt.
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